Eine kontext-sensitive Tasse für die vernetzte Zukunft

Neue Anwendungen auf Basis vernetzter Gegenstände (Internet of Things) sollen zu einer Vereinfachung der Mensch-Computer-Interaktion sowie Verbesserungen alltäglicher Lebensabläufe führen. Mit Ubiquitous Computing wird der Ansatz bezeichnet, dass der Mensch nicht zwingend mit dem Gegenstand interagiert, sondern durch die Kommunikation zwischen vielen, unterschiedlichen Objekten und deren Fähigkeit, den eigenen Kontext wahrzunehmen, ein neues Lebensumfeld entsteht. In dieser Studienarbeit sollen die bestehenden Forschungsergebnisse mit den seit der Veröffentlichung des MediaCups stark vorangeschrittenen Technologien, gewandelten Arbeits- und Lebensumgebungen zu einem neuen Konzept zusammengeführt werden und auf diese Weise die Integration in eine vernetzte Umgebung sowie weiterführende Erfahrungen ermöglicht werden. Um eine optimale Nutzererfahrung zu erreichen, muss die Elektronik von der Tasse trennbar sein – das Konzept sieht hierzu einen ablösbaren Fuß vor. Die innere Struktur des Systems wird vor allem durch die raumeinnehmenden Akkus sowie die Positionierung der verschiedenen Sensoren bzw. Konnektivitätskomponenten mit dem Ziel einer größtmöglichen Störungsfreiheit geprägt.

Die Tasse soll im Wesentlichen in die bestehende Infrastruktur des CSTI integrierbar sein bzw. Verbindungen über WLAN aufbauen sowie mit anderen Tassen interagieren können (vorzugsweise über etablierte Standards wie Bluetooth oder ZigBee). Daneben soll eine Auskunft über den Füllstand und die Temperatur der eingefüllten Flüssigkeit, die Position im Raum, Bewegungen des Anwenders mit der Tasse sowie die Anwesenheit anderer Tassen möglich sein. Eine grundlegende Aufbereitung der erfassten Daten soll direkt auf der Plattform umgesetzt werden – die Datenfusion zu Erzeugung komplexerer Aussagen über die Situation bzw. den Kontext übernimmt hingegen das Backend des CSTI. Für die Nutzbarkeit spielt das Energiemanagement eine wichtige Rolle: vorgesehen ist eine Betriebszeit von mindestens einem Tag sowie kontaktloses Laden.

Das Projekt wird durch Thomas Lehmann betreut.

 

Joschka Sondhof

Joschka Sondhof

Bachlorstudent Mechatronik

Joschkas Studienarbeit beschäftigte sich mit der Konstruktion einer intelligenten (selbstauskunftsfähigen) Tasse. Dieses Projekt wird von Tobias Palmer fortgeführt. Seine Arbeitsbereiche sind CAD, Konstruktion, Fertigung und Smart Objects.
Studienarbeit

Tobias Palmer

Tobias Palmer

Bachelorstudent Mechatronik

Tobias befasst sich mit der Zustandserkennung und Schätzung des aktuellen Szenarios anhand von Sensordaten einer smarten Tasse. Zu seinen Arbeitsbereichen gehören Ubiquitous Computing, Zustandserkennung und Smart Objects.